Eurotoques-Stiftung
AktuellesZieleWissenswertesFördererProgrammSpendeKooperationenKontakt
 
Login:

Passwort:



Startseite
Aktuelles
• Europäische Union
• Committee of the Regions
• Grünbuch
• Informatives
• Wissenswertes
• Termine
• GAP
• Nachrichten
• TV-Rundfunk
• Videos
• European Commission
• Verbraucher-Post
Ziele
Spende
Unterschriften
Geschmackserzieh.
Aktionen
Unseren Fischen zu Liebe
Genießerkreis
Newsletter
Presse
Kontakt
 
 
 

Stevia



Wenn Blätter süß schmecken

 

In vielen Pflanzen wie Stevia stecken natürliche, süße Inhaltsstoffe

 

Süß ist die für den Menschen angenehmste Empfindung und eine Reihe von Pflanzen, wie Stevia, Katamfe oder Zitrusfrüchte wie Bitterorangen enthalten Inhaltsstoffe die der Mensch als süß-schmeckend wahrnimmt. Zuckersüß schmeckt aber nur der Haushaltszucker (Saccharose). Alle anderen süßen Geschmackswahrnehmungen sind nicht rein süß wie Saccharose, berichtet Medizinjournalist Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de .

 

Stevia, Zucker und Aspartam schmecken Süß

Zucker hat jedoch einen entscheidenden Nachteil, der ins Gewicht schlägt: Zu viel Zucker kann bei Bewegungsmangel die Entstehung von Übergewicht begünstigen. Kalorienfreie Alternativen zum Zucker gibt es in der Natur nur wenige und alle gehören der Gruppe der Lebensmittelzusatzstoffe an. Trotzdem gibt es einige Pflanzen, die süß schmecken und deren Geschmack sich als Süßungsmittel von Tee, Kaffee oder Pudding eignet. Dazu gehören insbesondere Thaumatin, Stevia, Aspartam und Neohesperidin Dihydrochalkon. Der letztgenannte Süßstoff klingt wie die Ausgeburt der Hölle, ist jedoch ein sekundärer Pflanzenstoff aus Bitterorangen. Neohesperidin ist in praktisch allen Ländern der Welt als Süßstoff zugelassen und die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat ihm den GRAS-Status zuerkannt. Die Buchstaben-Kombination GRAS steht für generaly recognized as safe und bedeutet gänzlich unbedenklich. Diesen Status hat natürlich auch der Haushaltszucker, denn grundsätzlich ist Zucker nicht für Krankheiten verantwortlich. Zucker kann beispielsweise weder Allergien auslösen noch begünstigen. Allergien gegen Zucker gibt es schlicht und ergreifend nicht.

 

Aspartam in Cola

Aspartam besteht aus den Eiweißbausteinen Asparaginsäure und Phenylalanin. Beide Aminosäuren kommen beispielsweise in großen Mengen in Fleisch, Soja oder Eiern vor. Der natürliche Ursprungs des Süßstoffes Aspartam bedeutet aber nicht automatisch Harmlosigkeit und so haben Wissenschaftler immer wieder Studien zu Aspartam durchgeführt. Wissenschaftlich ist inzwischen eindeutig klar, dass von Aspartam keine Gefahr für die menschliche Gesundheit ausgeht. Weltweit verzehren mehr als eine Milliarde Menschen täglich Aspartam, da der Süßstoff beispielsweise für die Süße von Cola-Getränken verantwortlich ist. Noch natürlicher als Aspartam ist der Süßstoff Thaumatin, der aus der Katamfe-Frucht gewonnen wird. Aber isoliert schmeckt Thaumatin nicht so gut und muss daher mit anderen Süßungsmitteln gemischt werden.

 

Süßstoff Stevia bald in Deutschland erhältlich?

In Deutschland ist Stevia wie in vielen anderen Ländern bisher nicht zugelassen. Noch immer konnten Wissenschaftler nicht alle gesundheitlichen Bedenken gegen das süße Kraut aus dem Urwald ausräumen. Die chemische Industrie stellt Süßstoffe aus Stevia inzwischen jedoch in großem Maßstab her. Es ist zu vermuten, dass Stevia als künstlicher Süßstoff auch bald in der Europäischen Union zugelassen wird. Am besten wäre es jedoch, nicht auf den Süßstoff Stevia zurückzugreifen, sondern einfach die Stevia-Blätter zum Süßen zu verwenden. Viele Zuckerfabriken haben schon Stevia Versuchsfelder und warten auf die Freigabe des süßen Krautes als Süßstoff.

 

Natürlich süßen mit Bienenhonig

Wer etwas wirklich natürliches sucht, ist bei Bienenhonig gut aufgehoben. Der Honig sollte aber während des Abschleuderns von den Waben und auch später nicht über 40 Grad Celsius erwärmt worden sein, damit er seine wertvollen Inhaltsstoffe nicht verliert. Viele Menschen empfinden den Honiggeschmack als ideale Süße und ziehen Honig dem Zucker, Fruchtzucker und anderen Süßstoffen wie Stevia vor. In jedem Falle ist Honig natürlich und auch gesundheitsförderlich - im Übermaß natürlich nicht.

 

Erfahren Sie mehr in den imedo-Gesundheitsnews:

Mit Süßstoff abnehmen?

(www.gesundheitsnews.imedo.de/news/1012529-mit-susstoff-abnehmen )

Stevia ist mit Vorsicht zu genießen

( www.gesundheitsnews.imedo.de/news/1012960-stevia-ist-mit-vorsicht-zu-geniesen )

Im Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de können Sie sich mit anderen Menschen zum Thema Zucker und Süßstoff austauschen und Ihre Meinung schreiben.

 

Quelle: http://www.gourmet-report.de/artikel/333811/Stevia.html

 

 

 

Nützliche Tipps



Mit diesen Tipps bleibt Ihre Nahrung ein echtes Lebens-Mittel

von Dr. Michael Spitzbart

 

Wählen Sie reifes Obst. Natürlich ist es verführerisch, noch harte Birnen oder grünliche Bananen auf Vorrat zu kaufen, wenn sie gerade preiswert sind. Immerhin reifen die Früchte ja auf der Fensterbank oder im Obstkorb noch nach. Reifung hat aber nichts mit Vitaminbildung zu tun. Vitamine entstehen im Obst nur, wenn es hoch an der Pflanze in der Sonne hängt. Sie haben nach zwei Wochen zwar reife Birnen zu Hause eine ganze Menge Vitamine fehlt aber in diesem zu früh gepflückten Obst.

 

 

Bevorzugen Sie Obst und Gemüse aus der heimischen Umgebung. Zwischen 10 und 50 % beträgt der Vitaminverlust von Obst und Gemüse, das bei Raumtemperatur gelagert wird pro Tag! Daher sollten Sie möglichst auf Früchte verzichten, die eine weite Reise hinter sich haben. Denn jeder zusätzliche Transporttag lässt die Vitamine schwinden. Kaufen Sie Obst und Gemüse, das aus Deutschland kommt, noch besser solches, das in Ihrer Region erzeugt wurde.

 

 

Kühl gelagert, halten sich Vitamine länger. Werden Obst und Gemüse dekorativ im Schaufenster präsentiert oder liegen auf andere Art in der Sonne, verzichten Sie auf den Kauf. Der Vitaminverlust ist zu groß. Auch zu Hause sollten Sie diese Lebensmittel immer kühl lagern, denn bei Ihnen in der Küche verabschieden sich die Vitamine ebenfalls. Essen Sie Obst und Gemüse rasch auf, statt sie tagelang zu lagern sie werden nicht frischer. Denn selbst im Kühlschrank wird Vitamin C abgebaut bei 4 C beträgt der Verlust in 48 Stunden rund 35 %.

 

Verzichten Sie auf bestrahltes Obst. Wahrscheinlich haben sie auch schon mal Tomaten gekauft, die nach drei Wochen immer noch prall und rot waren, ohne eine einzige matschige Stelle. Oder Äpfel, die nach 14 Tagen noch keinen braunen Fleck aufwiesen. Dieses Obst und Gemüse ist nicht mehr natürlich. Es wurde bestrahlt. Dabei wird in den Stoffwechsel der Lebensmittel eingegriffen, so dass alle Enzymaktivitäten gestoppt werden. Die (augenscheinlich angenehme) Folge: Obst und Gemüse verderben sehr viel langsamer. Der Nachteil: Natur ist das nicht mehr. Zudem verliert bestrahltes Obst fast alle Vitamine Sie können also als Vitaminquelle gleich drauf verzichten.

 

Wässern Sie Gemüse und Salat nicht, um es zu waschen. Verzichten Sie darauf, diese Lebensmittel lange in Wasser einzuweichen. Denn so schwemmen Sie die Vitamine aus. Vielmehr sollten Sie Gemüse & Co. rasch, aber gründlich unter fließendem Wasser abspülen. Achtung: Paprika ist stark gespritzt und muss sehr gründlich gewaschen werden. Und auch für die Wachsschicht auf Äpfeln gibt es einen Trick. Kaufen Sie sich einfach eine Bürste, die Sie nur für Ihr Obst verwenden. So können Sie die Äpfel schnell und ohne viel Aufwand reinigen.

 

Essen Sie mehr roh! Wussten Sie, dass zwischen 50 und 70 % aller Vitamine verlorengehen, wenn Sie Obst und Gemüse erhitzen? Gerade Folsäure, die den meisten Menschen fehlt, ist besonders empfindlich. Schon zweiminütiges Kochen verringert den Folsäuregehalt um bis zu 90 %. Natürlich können Sie nicht jedes Gemüse roh essen vielleicht mögen Sie das geschmacklich auch gar nicht. Aber Sie sollten die Kochzeit so kurz wie möglich halten, indem Sie Gemüse nur kurz dünsten, am besten im Wok. So erhalten Sie immerhin noch einen Teil der Vitamine. Bereiten Sie Ihr Gemüse zu, kurz bevor Sie es verzehren. Halten Sie es stattdessen auf dem Herd lange warm, verringert sich allein der Vitamin-C-Gehalt um bis zu 70 %. Bleibt Ihnen zeitlich keine andere Wahl und Sie müssen das Gemüse vorkochen, ist es besser, das gekochte, abgekühlte Essen im Kühlschrank aufzubewahren und erst kurz vor dem Verzehr noch mal aufzuwärmen.

 

Greifen Sie zur Zitrone. Sie sollten Salat und Obstsalat erst unmittelbar vor dem Verzehr zubereiten. Ist Ihnen das nicht möglich, sollten Sie etwas Zitrone drübergeben. So verhindern Sie, dass der Sauerstoff der Luft die Vitamine zerstört. Eine Alternative, falls Sie keine Zitrone verwenden möchten: Kaufen Sie sich in der Apotheke Ascorbinsäurepulver, also Vitamin C in Pulverform. Streuen Sie hiervon ein bisschen über Ihren Salat und Obstsalat auch so wird der Vitaminverlust verhindert.

 

 

 

 

Feinschmecker-Schwindel



Wie macht man aus einer einfachen Tütensuppe ein überteuertes

"Feinschmecker"-Produkt? Ganz einfach: Man füllt das Suppenpulver in eine

Dose, liefert das Wasser gleich mit und gibt dem Ganzen einen

französischen Namen. Die wichtigste Zutat ist jedoch: ein bekannter Fernseh-

und Sternekoch, der sich nicht zu schade ist, die Werbetrommel dafür zu

rühren.

 

Auf www.abgespeist.de zeigt foodwatch jetzt, wie die Möchtegern-

"Feinkostmarke" Escoffier und Sternekoch Alfons Schuhbeck Verbraucher in

die Irre führen. "Feinkost" steht bei Escoffier nämlich offenbar vor allem für

Zusatzstoffe. Verdickungsmittel, Stabilisatoren, Mononatriumglutamat,

Farbstoffe und Aromen in Suppen, Saucen, Fonds und Pasten. Alles

empfohlen von Fernsehkoch Alfons Schuhbeck.

 

 

Mehr Informationen zur zusatzstofflastigen Allianz von Sternekoch und

Dosensuppe finden Sie unter http://www.abgespeist.de

 

 

Beschweren Sie sich direkt bei Escoffier über den dreisten Qualitätsschwindel

und nehmen Sie an unserer Mitmachaktion teil unter:

http://www.abgespeist.de/duett_champignon_creme_suppe/mitmachen/

beschwerde_e_mail_an_escoffier/

 

 

 

 

Herausgeber:

 

foodwatch e.v., christin schröder, brunnenstr. 181, 10119 berlin, germany,

mitglieder-hotline 030 - 28 44 52 96

 

 

foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 Nz, AG

Charlottenburg, Geschäftsführer ist Dr. Thilo Bode.

 

 

 

Welches Speiseöl darf´s denn sein?



 

Aachen (fet)  Jetzt mal Butter bei die Fische  oder doch lieber Pflanzenöl?

Die flüssigen Fettvarianten gelten schließlich als gesündere Alternative zu

Butter und werden heute zum Kochen, Braten und in Salaten verwendet. Doch

nicht jedes Pflanzenöl eignet sich gleich gut für den täglichen Gebrauch.

 

Pflanzliche Speiseöle sind ein wichtiger Bestandteil des täglichen Menüplans,

da diese reich an lebenswichtigen Fettsäuren und Vitamin E sind. Zudem

werten diese so manches andere Nahrungsmittel auf. So ist Gemüse ohne Öl

nur halb so gesund, benötigen wir doch immer etwas Fett, um die enthalten

Vitamine A, K und D überhaupt aufnehmen zu können. Doch je höher der

Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, umso schneller wird Öl ranzig.

Eine lichtgeschützte Lagerung in dunklen Flaschen oder Schränke ist daher

wichtig.

 

Ein kleiner Allrounder ist das Rapsöl. Dieses enthält sowohl einfach wie auch

mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die das unerwünschte LDL-Cholesterin

senken und die Elastizität der Blutgefäße fördern. Zudem weist es nicht

unwesentliche Gehalte der Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure auf, welche

entzündungshemmend wirkt. Rapsöl ist bis 180 Gad erhitzbar und eignet sich

sowohl zum Anbraten, Kochen als auch kalt für Salate  also das ideale Öl

für jeden Tag. Auch das leicht nussig schmeckende Walnussöl enthält hohe

Gehalte an Omega-3-Fettsäuren, ist jedoch nur für kalte Speisen geeignet.

Eines der Alpha-Linolensäure-reichsten Öle und damit besonders wertvoll für

das Herzkreislaufsystem ist Leinöl. Es eignet sich besonders zum Verfeinern

von Salaten, ist jedoch nicht zum Erhitzen gedacht, da es sehr empfindlich ist.

Auch im Kühlschrank verdirbt es bereits nach einer Woche und fängt an bitter

zu schmecken.

 

Wer eine mediterrane Note mag, gönnt seinem Salat einen ordentlichen

Schwapp Olivenöl. Dieses ist reich an der einfach ungesättigten Ölsäure,

welche der Körper zum Aufbau von Zellen benötigt. Kaltgepresstes Olivenöl

wird aus dem Fruchtfleisch beziehungsweise Kern der Olive gewonnen und

enthält natürliche Farb- und Aromastoffe sowie Vitamin E. Eine besonders

hohe Qualität verspricht die Aufschrift natives Olivenöl extra. Seit kurzem

dürfen nur noch Öle den Namen des Ursprungslandes tragen, die

ausschließlich aus diesem stammen. Ölmischungen verschiedener Länder

bekommen die Aufschrift Verschnitt von Olivenöl.

 

Sonnenblumen-, Distel- oder auch Maiskeimöl weisen eher ein ungünstiges

Verhältnis der einzelnen Fettsäuren zu einander auf. Diese Öle sind reich an

Omega-6-Fettsäuren, welche zwar wichtig für den Körper sind, in hohen

Mengen jedoch die positive Wirkung der Omega-3-Fettsäuren vermindern.

 

Beim Kochen gilt für jedes Öl: Nicht überhitzen. Fangen diese an zu rauchen,

entstehen Stoffe, die gesundheitsschädlich sind. Vor allem kaltgepresste Öle

vertragen keine sehr hohen Temperaturen wie sie beim scharfen Anbraten

oder beim Frittieren entstehen können.

 

Redaktion: Christine Langer

 

Zeichen: 2979

 

 

 

Kontakt:

Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V.

An den Frauenbrüdern 2, 52064 Aachen

Tel.: 0241 - 96 10 316

Fax: 0241 - 96 10 322

E-Mail: presse (at) fet-ev.eu 

URL: http://www.fet-ev.eu

 

 

 

Foie Gras



Meerestiere sind kein Müll!



 

WWF-Kampagne gegen

Beifang

Die Nahrungsquelle Fisch steht vor dem Kollaps. Drei Viertel der weltweiten

Fischbestände sind bis an ihre Grenzen oder sogar darüber hinaus befischt

und stehen mittelfristig vor dem Zusammenbruch.

 

Die Gründe: maßlose Überfischung und Verschwendung von Leben. Mehrere

Millionen Tonnen Meerestiere werden jährlich als Müll weggeworfen, weil sie

nicht dem gewünschten Fisch entsprechen. Sie sind Beifang, den Fischer

zusammen mit der Zielart an Netzen und Leinen aus dem Meer ziehen,

obwohl sie ihn gar nicht wollen.

Mit einer unübersehbaren Installation protestierte der WWF in Brüssel dagegen, dass Fisch wie Müll behandelt wird © Ezequiel Scagnetti / WWF

Mit einer unübersehbaren Installation protestierte der WWF in Brüssel

dagegen, dass Fisch wie Müll behandelt wird © Ezequiel Scagnetti / WWF

Ein Feldzug gegen die Meere

Über eine Million Fischtrawler sind auf den Weltmeeren unterwegs, um

möglichst allen Fischbeständen beizukommen. Je nach Zielart und

Fangtechnik sind bis zu 90 Prozent des Fangs Beifang: zu kleine Tiere der

Zielfischart. Fische, deren Fangquote bereits ausgeschöpft ist. Oder

Meerestiere, die auf dem Markt keinen Käufer finden. Für ein Kilogramm

verkaufbare Schrimps werden etwa 15 Kilogramm Fische und andere

Meerestiere getötet und weggeworfen. Auf der Jagd nach Tunfisch verenden

jährlich eine Viertelmillion Schildkröten an den Haken von Langleinen. Alle

zwei Minuten stirbt ein Wal in Fischernetzen und 300.000 Seevögel ertrinken

jedes Jahr als Beifang.

Verschwendung per Gesetz

Diese Verschwendung von Leben ist nicht nur unökologisch, sondern auch

unökonomisch. Allein in der Nordsee wird jedes Jahr verwertbarer Fisch im

Wert von über 50 Millionen Euro weggeworfen. Die durch Beifang

entstehenden Kosten in der Fischerei durch zusätzliches Gewicht und längere

Fahrtzeiten sind nur zu erahnen.

 

Unterschiedliche Beifanggesetze der europäischen Mitgliedstaaten haben den

Fischereien bislang keine Anreize zur Vermeidung von Beifang gesetzt. Im

Gegenteil: In den meisten europäischen Ländern herrscht ein Anlandeverbot.

Die Fischer müssen den Beifang noch auf dem Meer als Müll über Bord

schmeißen – staatlich verordnete Verschwendung.

Es gibt bereits Lösungen

Eine Verschwendung, die nicht nur die Ökosysteme der Meere überfordert und

die Fischbestände zusammenbrechen lässt, sondern auch die Nahrungsquelle

einer Milliarde Menschen in Gefahr bringt. Außerdem leben mehr als 200

Millionen Menschen von der Fischerei. 90 Prozent der Fischer arbeiten in

Entwicklungsländern.

Meeresschildkröte © Simon Buxton

Dabei sind Lösungen vorhanden. Die Möglichkeiten, Beifang zu vermeiden

und zu verringern, sind zahlreich. So können schon heute durch den Einsatz

kluger Fanggeräte und ein ökologisches Fangmanagement bis zu 90 Prozent

des Beifangs vermieden werden.

 

Kein Zweifel: Beifang widerspricht jeder Vernunft. Deshalb hat der WWF der

Verschwendung auf unseren Meeren den Kampf angesagt und eine

Kampagne gestartet, um den Beifang weltweit zu verringern. Die

Umweltstiftung informiert in den Medien, verhandelt mit Fischern,

Produzenten und Händlern und engagiert sich auf höchster politischer Ebene,

um diese Ziele zu erreichen:

 

  • Die EU muss den Beifang der europäischen Fangflotte mit einem

        neuen Gesetz wirkungsvoll bekämpfen.

  • Der Lebensmittelhandel muss Fisch aus beifangintensiven oder

        anderen schädlichen Fischereien komplett aus seinem Sortiment 

        streichen.

  • Verbraucher sollten sich mit Hilfe des WWF-Fischführers informieren,

        welchen Fisch sie bedenkenlos kaufen können und welchen sie lieber

        meiden sollten.

 

Unterstützen Sie den WWF! Helfen Sie uns

jetzt, die Bedrohung der Meere durch

Beifang zu stoppen!

 

Erfahren Sie mehr über über Beifang >>

 

Quelle: http://www.wwf.de/themen/kampagnen/beifang-kampagne/

 

 

"Analog - Käse" ist Betrug am Verbraucher und an den Bauern



"Analog - Käse" ist Betrug am Verbraucher und an den Bauern

 

Berlin,08.04.2009 Riesige Mengen an Käse, der vor allem in Produkten wie

Pizza oder Käsestangen verwendet wird, ist in Wirklichkeit kein Käse, sondern

ein aus Pflanzenfetten, Wasser und Eiweiß zusammen gepanschtes

Kunstprodukt. Mit künstlichen Aromen wird dann aus der zähen Masse

wahlweise Pizzakäse, Mozzarella oder was der Markt sonst noch nachfragt.

Große Fast-Food Ketten, aber auch der Gastronomiegroßhandel verwenden

nicht Käse aus Milch, sondern Kunstkäse aus der Retorte. Aufgezeigt wurde

diese Praxis durch einen Beitrag von Frontal 21.

 

"Der Aufschrei über solche Zustände kann gar nicht laut genug sein! Da

werden Verbraucher hinters Licht geführt und die Milchbauern ausgebootet, so

dass deren Erlöse weiter sinken", kommentiert Felix Prinz zu Löwenstein,

Vorsitzender des BÖLW den ZDF-Bericht. Er wies darauf hin, dass Öko-

Produkte ohne solche zweifelhaften Segnungen der Lebensmittelindustrie

hergestellt werden: "Bio-Käse ist immer Käse aus 100% Milch. Und Bio-Pizza

darf nur mit Bio-Käse hergestellt werden. Für die Naturbelassenheit von

Bioprodukten sorgen die strengen Vorschriften der EU-Öko-Verordnung, die

auch den Einsatz von Verarbeitungshilfsstoffen auf ein Minimum begrenzt.

Die Vorschriften der Verbände des Ökologischen Landbaus sind hier sogar

noch restriktiver."

 

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW e.V.) ist der

Spitzenverband der Erzeuger, Verarbeiter und Händler von Bio-Lebensmitteln

in Deutschland.

 

Ansprechpartner: Felix Prinz zu Löwenstein 0171.3035686

 

Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW)

Marienstraße 19-20

10117 Berlin

 

Fon +49 30 28482 300

Fax +49 30 28482 309

barbian (at) boelw.de, info (at) boelw.de

www.boelw.de

www.keine-gentechnik.de 

 

 

"Goldener Windbeutel" für windige Werbung



Mehr als 35.000 Verbraucher haben abgestimmt und auf abgespeist.de den

schlimmsten Fall von Etikettenschwindel gekürt. Nun steht der "Gewinner"

fest: Der vermeintliche Wunderjoghurt Actimel bekam satte 47 Prozent der

Stimmen und ist damit aus Verbrauchersicht die größte Werbelüge des

Jahres. Der Drink ist überteuert, zuckersüß und kann keineswegs vor

Erkältungen schützen, wie der Hersteller in seiner Werbung suggeriert. Dreist,

dreister, Danone: Zu Recht erhielt der Konzern am vergangenen Freitag den

"Goldenen Windbeutel 2009" für seine überzogenen Gesundheitsversprechen,

 mit denen er seinen Kunden das Geld aus der Tasche zieht.

 

Zu der von foodwatch beabsichtigten Preis-Übergabe am Deutschland-Sitz von

 Danone nahe München kam es jedoch nicht. Der Preisträger zeigte sich so

verschnupft, dass nicht einmal mehr eine ganze Palette Actimel geholfen

hätte  Danone wollte den Verbraucher-Preis einfach nicht annehmen. Dafür

informierte aber ein menschengroßes Actimel-Fläschchen Passanten in der

Münchener Innenstadt über den großen Joghurt-Schwindel. Bilder und ein Film

von der foodwatch-Aktion sind jetzt online abrufbar unter

http://www.abgespeist.de/der_goldene_windbeutel/die_aktion/, die Details

zum Ausgang der Wahl stehen unter

http://www.abgespeist.de/der_goldene_windbeutel/das_ergebnis/.

 

Und während bei Danone von Einsicht keine Spur ist, zeigt die abgespeist.de-

Kampagne erste Erfolge. Zum Beispiel beim "Biene Maja"-Drink von Bauer,

mit 19 Prozent Zweitplatzierter der Windbeutel-Wahl. Jahrelang wurde Eltern

vorgegaukelt, es handele sich hierbei um ein ausgewogenes Kindergetränk 

dabei enthält es deutlich mehr Zucker als Cola. Zum Jahreswechsel nahm

Bauer die Zuckerbombe nun vom Markt. Die pummelige Biene hat

ausgeflogen, stattdessen ist der etwas schlankere Hase "Bugs Bunny" ins

Kühlregal gehoppelt  immerhin mit weniger, wenn auch noch immer nicht

wenig Zucker. Noch im Laufe der Wahl zum Goldenen Windbeutel reagierte

auch Eckes-Granini: Der "Frucht-Tiger", der wegen der zugesetzten

Citronensäure (E 330) die Zähne stark an-greift, wird nun nicht mehr

irreführend als "gesunder Durstlöscher" beworben.

 

Das alles zeigt: Verbraucher brauchen sich die legalen Tricks und

Täuschungen der Industrie nicht länger gefallen zu lassen. "Gratulieren" Sie

deshalb jetzt Danone zum "Goldenen Windbeutel 2009" und protestieren Sie

gegen unhaltbare Werbeversprechen von Actimel, online bei unserer

Mitmach-Aktion unter

http://www.abgespeist.de/actimel/mitmachen/beschwerde_e_mail_an_danone/.

 Und natürlich wird foodwatch der Industrie auch in Zukunft auf die Finger

schauen. Spätestens seit vergangenem Freitag ist klar: Für windige Werbung

gibts den Goldenen Windbeutel!

 

 

 

Käsemasse, Käseteig, Bruch:



Bruch (oder auch Käsebruch) bezeichnet in der Käserei das Material, das aus

der durch Zugabe von Lab oder Milchsäure dickgelegten Milch (Gallerte oder

Dickete) entsteht, nachdem sie zerteilt (gebrochen) wurde, um die Molke

abzutrennen. Hierfür gibt es je nach Käseart verschiedene Methoden:

Zunächst wird die Gallerte zerschnitten, damit die Molke abfließen kann, und

zwar nur grob für Weichkäse (mehr Molke verbleibt im Bruch) und immer

feiner, je fester der Käse werden soll. Für Hartkäse wird die Gallerte mit

einer Käseharfe wiederholt kreuz und quer bis auf Kirschkerngröße zerteilt.

Zusätzlich schrumpft das Bruchkorn, je länger der Bruch gerührt wird. Sobald

sich die Bruchkörner am Wannenboden abgesetzt haben, wachsen sie wieder

zusammen und können erneut zerteilt werden, was einen krümeligen Teig

ergibt.

 

Cheddaring oder Chestern bezeichnet eine Form der Bruchbehandlung, mit der

eine geschmeidig-glatte Konsistenz des Käses erreicht wird. Hierbei wird der

Bruch in große Blöcke geschnitten, die dann übereinandergelegt und

umgeschichtet werden, so dass das jeweils untere Stück gepresst wird und

weiter Molke abgibt.

 

Die Beschaffenheit des Bruchs kann auch durch Erwärmung (Brennen) des

Bruch-Molke-Gemischs verändert werden. Eine Temperaturanhebung lässt das

Bruchkorn deutlich schrumpfen und kompakter werden. So erhält man einen

festeren Käse, der länger lagerfähig ist. Die Brenntemperatur bei Käse liegt

zwischen 41°C bis 49°C oder mehr für Emmentaler. Für die Herstellung

von Mozzarella wird der Bruchkuchen kleingeschnitten und mit heißem Wasser

überbrüht, so dass eine elastische Masse entsteht, die dann gepresst,

geknetet und zu Strängen ausgezogen wird. Solche Knetkäse nennt man

auch Filata-Käse.

 

Die freiwerdende Molke wird je nach Käsesorte abgeschöpft, durch Aufhängen

des Bruchs in einem durchlässigen Tuch oder durch Schichten des Bruchs in

Körbe oder perforierte Formen aus Holz oder Edelstahl zum Ablaufen gebracht

 oder auch unter Druck aus dem Bruch herausgepresst.

 

 

 

 

Munster (Rotschmierrinde)



Der Münster- oder Munsterkäse kommt aus Münster im Münstertal in den

Vogesen. Er wurde von den seit 660 ansässigen Benediktinern erfunden und

fand auch seine Verbreitung ins westlicher gelegene Lothringen. Heute heißt

der aromatische Weichkäse mit der gewaschenen Rinde östlich der Vogesen

im Elsass Munster, während er westlich des Gebirgskamms in

Lothringen Géromé genannt wird, nach der Stadt Gérardmer.

 

Als Munster-Géromé erhielt er 1978 die Appelation d'Origine Contrôlée. Damit

wird sichergestellt, dass das Produkt speziellen Qualitätsanforderungen

entspricht und auch die Herstellungsbedingungen werden festgelegt. So darf

der geschnittene Bruch (siehe unten) vor dem Ausformen weder gewaschen

noch geknetet werden. Die Herstellungskategorien des Appellation d'Origine

Contrôlée sind Fermier, Cooperatives und Industriel. Bei Käsesorten, die nicht

am Ort ihrer Herstellung reifen, müssen sowohl Herstellungs- wie Reifungsort

auf dem Etikett angegeben werden.

 

Der Münsterkäse wird aus einem Tag alter Milch hergestellt. Er gehört zu

den Rotschmier- oder Rotkulturkäsen. Die Oberfläche wird während der

Reifung regelmäßig (etwa drei mal wöchentlich) mit einer Mischung aus

Wasser, Rotschmierkulturen und Kochsalz gewaschen. Hierdurch überzieht

sich der Käse mit einer dunkelgelben bis orangefarbenen, schmierigen Rinde,

 die durch verschiedene Bakterien hervorgerufen wird. Der Käse erhält

dadurch sein sehr kräftiges Aroma.

Der Laib von etwa 13 bis 19 Zentimeter Durchmesser reift mindestens drei

Wochen. Üblicher ist aber eine Reifedauer von zwei bis drei Monaten. Der

Petit-Munster, bei dem der Käselaib nur einen Durchmesser von ca. 10

Zentimeter hat, benötigt nur eine Mindestreifezeit von zwei Wochen. Die

Käselaibe lagern in dieser Zeit in Kellern bei einer Raumtemperatur zwischen

11°C und 15°C  und einer Luftfeuchtigkeit von 95% bis 96%.

 

Charakteristisch für den Käse ist sein strenger Geruch und der sehr glatte und

weiche Teig. Sachkundig gereifter Munster schmeckt mild. Im Handel

erhältlich ist auch bereits mit Kümmel gewürzter Munster.

 

Im Elsass und in Lothringen wird er häufig mit Kümmel, Pellkartoffeln

und Weißwein, z.B. Gewurztraminer oder Grauburgunder, serviert.

 

 

 

 

Rinde vom Camembert: (weißer Edelschimmel)



die Rinde vom Camembert war ursprünglich bläulich. Seit 1910 wird er mit

Hilfe des Pilzes "Penecillium candidum", mit weißem Edelschimmel als Rinde

umgeben.

 

 

 

 

Maître fromager affineur



 

Maître fromager affineur ist die vollständige Bezeichnung. Der Zusatz Affineur

wird oft zu Gunsten der Landesbezeichnung weg gelassen, z.B. Maître

fromager de France. Ein Affineur ist ein Veredler. Er muß nicht zwingend ein

Maître fromager sein.

 

Der Maître fromager affineur (aus dem Französischen) ist ein Spezialist zur

Veredelung von Käse.

 

Aufgabe des Maître fromager affineur ist die Vollendung und Verfeinerung

des Käses. Er verfügt über tiefgehende Kenntnisse in der Herstellung, kennt

die unterschiedlichen Viehrassen und das besondere Klima der jeweiligen

Produktionsstandorte.

 

Die Veredelung durch Reifung und Pflege (eine sortenspezifische Behandlung

mit Wein, Spirituosen, Sud, Salzlake oder mit anderen Methoden) erfolgt im

eigenen Käsekeller oder Kühlraum. Hier erhält der Käse seinen letzten Schliff

und entfaltet das ihm zugrunde liegende, typische Aroma.

 

Die Bezeichnung Maître fromager affineur ist kein offizieller Titel, jedoch die

höchste Auszeichnung, die in der Gilde der Käser vergeben wird. Weltweit gibt

es weniger als einhundert Maître fromager. In Frankreich führten in Jahr 2004

nur sieben Personen den Titel eines Maître fromager affineur.

In Deutschland waren es fünf, und in der Schweiz gab es einen Maître

fromager.

 

 

 

 

Bio



Bio - mehr Rückenwind für nachhaltiges Wirtschaften

Wachstum könnte noch größer sein - ZMP für Markttransparenz unerlässlich

 

 

Berlin/Nürnberg 19.02.2009. "Auch in Krisenzeiten zeigt der Bio-Markt sein

Potenzial für weiteres Wachstum", so charakterisierte der Vorsitzende des

Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein,

die Situation des Bio-Marktes auf der Pressekonferenz des Verbandes

anlässlich der BioFach, der Weltleitmesse der Branche. "Die Grundsätze und

Werte der fachhandelsorientierten Ökologischen Lebensmittelwirtschaft sind

ein Modell für nachhaltiges Wirtschaften: Gewinn nicht als Ziel, sondern als

Bedingung, um naturgerecht erzeugte, gesunde Lebensmittel anbieten zu

können; Finanzgeschäfte vor allem über Banken, die nur konkrete und

bekannte Projekte finanzieren und dies transparent machen; Ressourcen

werden als Grundlage für künftiges Wirtschaften erhalten, gemehrt oder

zumindest geschont", so Alexander Gerber, Geschäftsführer des BÖLW. "In

der Krise suchen Verbraucher verstärkt nach Alternativen, mit denen sie selbst

Einfluss auf eine vernünftig gestaltete Wirtschaft nehmen können." Darin

sieht Gerber einen der Gründe für die Krisenfestigkeit der Branche. "Der

Verbraucher wirft insbesondere bei Lebensmitteln nicht einfach seine

Einstellung über Bord."

 

So wuchs der Öko-Markt 2008 weiterhin, trotz des schwierigen wirtschaftlichen

Umfeldes, um ca. 10% auf einen Umsatz von jetzt 5,8 Mrd. Euro. Einer der

Hauptgründe für das im Vergleich zum Vorjahr geringere Wachstum war die

Angebotsknappheit in der ersten Jahreshälfte. Nach dem darauf folgenden

Rückgang der Zuwachsraten im dritten Quartal legte der Bio-Markt im vierten

Quartal wieder kräftig zu. Die stark zunehmenden Gemüse- und Obstflächen

in Deutschland und der EU zeigen, dass das Angebot langsam auf die

Nachfrage reagiert. "Hier ist aber noch viel mehr Rückenwind notwendig", so

Löwenstein. "Ich fordere die Länder auf, bei den Umstellungsprämien die

neuen Rahmensätze des Bundes voll auszuschöpfen."

 

"Wenn wir unsere Stärken und Leistungen noch besser kommunizieren, dann

hat der Fachhandel noch erhebliche Potenziale. Wir stehen mitten in der

Entwicklung hin zu einer flächendeckenden Versorgung mit Bio-

Vollsortimentern", ist Andreas Ritter-Ratjen, Bio-Großhändler und

Vorstandsmitglied des BÖLW, überzeugt. Hans-Christoph Behr von der

Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) macht anhand von

Umsatzzahlen nach Verkaufsstätten aber deutlich, dass die Ansprüche der

Verbraucher gestiegen sind und sich am Markt nur behauptet, wer mit Know-

how, Überzeugung und professionellen Konzepten arbeitet.

 

"Markttransparenz ist eine unerlässliche Voraussetzung für stabile

Handelsbeziehungen und angemessene Preise. Diese Transparenz

herzustellen, ist Aufgabe des Staates. Daher muss die Bundesregierung jetzt

sehr schnell eine Lösung finden, wie die Marktforschung der ZMP weiter

finanziert werden kann", fordert Felix Löwenstein.

 

Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW)

Marienstr. 19-20

10117 Berlin

info (at) boelw.de

www.boelw.de

 

 

Bauernchef Sonnleitner plädiert für Anbau-Verbot



 

VON STEPHAN BÖRNECK

 

Bauernpräsident Gerd Sonnleitner bekennt Farbe: In einem Schreiben an

den bayerischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner verlangt

Sonnleitner, den Anbau der einzigen in Europa für die Saat zugelassenen

Gen-Maissorte, Mon 810, zu verbieten. Es bestünden "Unsicherheiten" beim

Anbau. Die Forderung solle "möglichst rasch" umgesetzt werden.

Sonnleitner, der neben dem deutschen auch den bayerischen Bauern

vorsteht, setze damit den Beschluss der Kreisobmänner seiner

Organisation um, interpretiert der bayerische Vize-Generalsekretär Georg

Wimmer die "politische Forderung" Sonnleitners.

 

Unterdessen zeichnet sich ab, dass deutsche Bauern den Gen-Mais-Anbau in

diesem Jahr nicht weiter ausdehnen, sondern 2009 weniger Mon 810 als im

Vorjahr ausbringen. Darauf lassen die Anmeldezahlen des öffentlichen

Standortregisters schließen. So wurden bisher 3644 Hektar gemeldet, zum

gleichen Zeitpunkt 2008 waren es aber 4500 Hektar. Insgesamt säen

deutsche Bauern Mais auf einer Fläche von zwei Millionen Hektar,

Gen-Mais macht demnach gerade 0,15 Prozent aus.

 

Copyright c FR-online.de 2009

 

Quelle: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/1674676_Bauernchef-

Sonnleitner-plaediert-fuer-Anbau-Verbot.html

 

 

 

 

 

 

 

Salz - eine Plage auf vielen Tellern



 

 

    Weitere Fakten erfahren Sie hier

    Lassen Sie sich Ihr Leben nicht

    versalzen

    von Dr. Michael Spitzbart

    Salz, so genanntes Natriumchlorid, ist mittlerweile ein billiges Gewürz

    geworden. Das merken Sie nicht nur daran, dass Sie ein Päckchen heute für

    knapp 60 Cent kaufen können. Auch wenn wir uns in der Lebensmittel-

    Industrie umschauen, finden wir überall Salz. 15 Konservierungsmittel, über

    30 Emulgatoren und sogar das einfache Backpulver - alle basieren auf

    Natriumchlorid. In Ihrem Körper zerfällt dieses Kochsalz aus Ihrer Nahrung

    dann in Natrium und Chlorid. Beide Mineralstoffe spielen eine sehr wichtige

    Rolle für die Wasserversorgung des Körpers. Zudem sind sie entscheidend für

    die Funktionen des Nervensystems, für Verdauung und den Aufbau der

    Knochen.

    Es kommt nicht nur auf das Salz in Ihrem

    Körper an ...

    So positive Wirkungen die richtige Menge Natrium in Ihrem Körper auch auf

    Nerven und Knochen haben mag - allein kann dieser Vitalstoff das nicht

    schaffen. Natrium kann nur tätig werden, wenn in Ihrem Körper sein

    Gegenspieler, das Kalium, vorhanden ist. Kalium ist von Natur aus in Ihren

    Zellen vorhanden und reguliert hier den Wasserhaushalt. Nehmen Sie zu viel

    Natrium zu sich, stören Sie nicht nur das sensible Gleichgewicht zwischen

    Natrium und Kalium. Sie bekommen durch das übermäßig aufgenommene

    Natrium Durst, trinken mehr und scheiden mit Ihrem vermehrten Urin dann

    auch Mineralstoffe, darunter zu viel Kalium, aus.

    Zu viel Salz - und Ihr Herz ist in Gefahr

    Dieser Kaliumverlust bleibt nicht ohne Folgen. Denn Sie brauchen den

    Mineralstoff nicht nur für den Zellhaushalt, er ist auch wichtig für die

    Weiterleitung von Nervenreizen im Herzmuskel oder für einen niedrigen

    Blutdruck.

     

    Zu viel Salz und die damit verbundene Kaliumausscheidung führen in Ihrem

    Körper letztendlich zu

    • Schleimhautaustrocknung und damit Infektanfälligkeit,
    • stark schwankendem Gewicht,
    • Müdigkeit,
    • Muskelschwäche,
    • geringer Ausdauer,
    • Ödemen im Gewebe,
    • hohem Blutdruck,
    • Unruhe,
    • Schwindel,
    • Herzrhythmusstörungen,
    • Herzrasen und
    • hohem Puls.

    Schon im Restaurant droht Ihnen die

    Versalzung"

    In der Regel nehmen wir heute dreimal so viel Natrium wie Kalium zu uns.

    Dieses Risiko einer Versalzung gehen Sie nicht nur dann ein, wenn Sie Ihre

    Gerichte zu Hause ständig und reichlich nachsalzen. Schon wenn Sie außer

    Haus essen gehen, laufen Sie Gefahr, dass Ihre Natrium-Kalium-Balance

    empfindlich aus dem Gleichgewicht gerät. Es hat sich durchgesetzt, dass in

    Restaurants das Essen großzügig gesalzen wird. Das Natrium aus dem Salz

    bindet das Wasser in den Zellen - Sie bekommen Durst und bestellen noch

    mehr zu trinken. Erdnüsse und Salzstangen auf Tischen in Bars und Bistros

    dienen ebenfalls nur dazu, Ihnen Durst zu machen und so mehr Getränke zu

    verkaufen.

     

    Erstaunlich nur, dass Sie nach einem solchen Abend, an dem Sie reichlich

    getrunken haben, kaum auf die Toilette müssen. 8 Gramm Salz sind in der

    Lage, in Ihrem Körper einen Liter Wasser zu binden. So lagern Sie durch

    salzhaltiges Essen Wasser ein - und nehmen zu.

    Salzverlust - das Geheimnis der

    Turbo-Diäten"

    So lassen sich dann auch die Erfolge all der Super-Blitz-Frühjahrs-Diäten"

    erklären, die Ihnen spätestens nächsten Monat wieder von allen Zeitschriften-

    Titelblättern entgegenlachen werden. Bis zu 5 Kilo pro Woche sollen Sie hier

    abnehmen können. Natürlich handelt es sich dabei niemals um Fett, sondern

    um Wasser. Bei einer solchen Diät stehen viel Obst und Gemüse auf dem

    Plan. Dadurch füllen Sie Ihre Kaliumspeicher auf, die Kalium-Natrium-Pumpe

    funktioniert wieder richtig. Eventuell gebundenes Wasser in Ihren Zellen wird

    dabei mit dem überflüssigen Natrium ausgeschieden. Schon sind einige Kilos

    runter.

    Das ist auch der Grund dafür, weshalb Sie bei solchen Diäten dazu

    aufgefordert werden, auf Käse, Brot oder Wurst zu verzichten. Diese

    Lebensmittel sind salzhaltig, binden also wieder Wasser und würden Ihren

    Diäterfolg" gefährden. Dieser hält aber nur so lange an, bis Sie wieder

    normal, also salzhaltig, essen.

    So ernähren Sie sich natriumarm

    80 % des Salzes, das Sie jeden Tag zu sich nehmen, steckt in Industrie-

    Nahrung. Sie vermeiden also eine Übersalzung Ihres Körpers, wenn Sie schon

    im Supermarkt darauf achten, möglichst natürliche Lebensmittel einzukaufen.

    Denn diese enthalten viel mehr Kalium als Natrium. So enthält zum Beispiel

    eine Banane rund 440- mal so viel Kalium wie Natrium.

     

     

     

     

    Ausrottung der Menschheit durch "Codex Alimentarius"!?



    Vielen Dank für Ihre Anfrage betreffend den Codex Alimentarius.

     

    Der Codex Alimentarius ist eine gemeinsame Einrichtung der

    Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten

    Nationen (FAO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Ziel

    ist es, auf globaler Ebene die Gesundheit der Verbraucher zu

    schützen, den internationalen Handel mit Lebensmitteln fair zu

    gestalten, und die Lebensmittelvorschriften weltweit zu

    koordinieren. Zu diesem Zweck entwickeln inzwischen über 170

    Codex-Mitgliedstaaten und eine Mitgliedsorganisation (die

    Europäische Gemeinschaft) unter Beteiligung von derzeit 161

    Beobachterstatus genießenden Nicht-Regierungsorganisationen in

    der Codex-Alimentarius-Kommission bzw. ihren Fachgremien

    international abgestimmte Standards und Leitsätze, die als

    Orientierung für den internationalen Lebensmittelhandel und

    nationale Rechtsvorschriften dienen und damit

    Empfehlungscharakter haben. Von Bedeutung ist, dass die

    Normen des Codex Alimentarius Referenznormen im Rahmen der

    Welthandelsorganisation (WTO) darstellen und von dieser u.a. bei

     

    Streitbeilegungsverfahren in Handelskonflikten herangezogen

    werden. Deutschland gehört zu den Gründungsmitgliedern des

    Codex Alimentarius und arbeitet intensiv in den verschiedenen

    Gremien mit.

     

     

    Die in dem von Ihnen in Bezug genommenen Artikel beschriebenen

    Behauptungen über den Codex Alimentarius kann ich weder

    nachvollziehen noch im Einzelnen kommentieren. Demgegenüber

    weise ich ich Sie auf folgende Fakten hin.

     

    Die Sitzungen der Codex Alimentarius Kommission und ihrer

    Fachgremien sind öffentlich. An den Beratungen der Komitees und

    der Codex-Alimentarius-Kommission können grundsätzlich auch

    Nichtregierungsorganisationen als Delegationsmitglieder

    teilnehmen. Dies erfolgt, um die Transparenz der Arbeiten und die

    Einbringung berechtigter Interessen zu gewährleisten.

     

    Ich möchte  an dieser Stelle Ihre Aufmerksamkeit auf die den Codex

     Alimentarius betreffenden Informationsseiten im Internetangebot

    des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und

    Verbraucherschutz lenken

    ( http://www.bmelv.de/nn_753994/DE/02-

    Verbraucherschutz/Lebensmittelsicherheit/CodexAlimentarius/

    __CodexAlimentarius__node.html__nnn=true ), welche auch Links

    mit weiterführenden Hinweisen und Fundstellen zum Thema

    enthalten. Gleiches gilt etwa für die einschlägige Internet-Seite

    der Schweiz als amtierender Koordinator für die Region Europa

    (www.codexeurope.ch). Über die offizielle Internetseite des

    Codex Sekretariats ( www.codexalimentarius.net ) haben Sie im

    Übrigen Zugriff auf alle Regelungen des Codex Alimentarius

    (http://www.codexalimentarius.net/web/standard_list.do?

    lang=en ) sowie sämtliche Berichte über die aktuellen und

    bisherigen Tätigkeiten in den Codex Gremien

    ( http://www.codexalimentarius.net/web/archives.jsp?lang=en ).

    Schließlich finden Sie sämtliche als Grundlage für die Sitzungen

    der Codex Gremien dienende Arbeitsdokumente auf dem

    Internetserver der FAO ( ftp://ftp.fao.org/codex/ ). 

     

     

    Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen weitergeholfen zu haben.

     

    Mit freundlichen Grüßen 

    im Auftrag 

     

    Michael Hauck

    ___________________________________________________

    Michael Hauck

    Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft

    und Verbraucherschutz (BMELV)

    Federal Ministry of Food, Agriculture

    and Consumer Protection

    - Referat 311 Berlin -

    Mauerstrasse 29-32

    D-10117 Berlin

     

     

    Skandal um Biotech-Konzern Monsanto: Französische Journalistin enthüllt fragwürdige Aktivitäten



    Die EU entscheidet 2009 über den weiteren Anbau von

    MON810, gentechnisch verändertem Mais, der von dem

    Biotech-Konzern Monsanto produziert wird. In Österreich,

    Ungarn, Griechenland, Rumänien, Polen, Frankreich und der

    Schweiz ist der Anbau bereits verboten. Auch in Deutschland

    werden vermehrt Forderungen nach einem Anbau-Verbot laut.

     

     

    Zu diesem aktuellen Thema erscheint am 30. Januar 2009 bei

    DVA (Deutsche Verlags-Anstalt) das Buch

     

    Marie-Monique Robin

    Mit Gift und Genen.

    Wie der Biotech-Konzern Monsanto unsere Welt verändert

    Marie-Monique Robin, Journalistin und Dokumentarfilmerin,

    enthüllt darin die fragwürdigen Aktivitäten, mit denen der

    amerikanische Chemie- und Biotech-Konzern Monsanto zum

    größten Saatguthersteller weltweit avanciert ist, und schildert, welche Gefahren von den

    Produkten und der Macht des Konzerns für uns alle ausgehen.

     

    Monsanto ist weltweiter Marktführer auf dem Gebiet von

    gentechnisch verändertem Saatgut: 90 Prozent der heute

    angebauten gentechnisch veränderten Organismen, darunter

    Soja, Raps, Mais und Baumwolle, sind Monsanto-Patente. Der

    Konzern hat wesentlichen Anteil daran, dass sich gentechnisch

    veränderte Organismen auf der ganzen Welt ausbreiten, ohne

    dass ihre Auswirkungen auf die Natur und die Gesundheit der

    Menschen bekannt sind. Das Unternehmen ist berüchtigt für

    seine rücksichtslose Geschäftspolitik, die Einschüchterung von

    Kritikern und den Eingriff in demokratische Prozesse. Es

    betreibt aggressive Lobbyarbeit - auch in Deutschland.

     

    Marie-Monique Robin erhielt 1995 den renommierten französischen Albert-

    Londres-Preis für investigativen Journalismus. Ihr Film über Monsanto (2008) war ein großer

    Erfolg. Die Autorin, die sehr gut Deutsch spricht, ist vom 9. bis 14. Februar 2009 auf

    Vortragsreise in Deutschland:

     

    Montag, 9. Februar 2009, 19 Uhr

    Hamburg, Metropolis Kino, Steindamm 54

    Filmvorführung, im Anschluss Podiumsdiskussion mit Marie-Monique

    Robin, Stephanie Töwe-Rimkeit (Gentechnik- Expertin Greenpeace).

    Moderation: Malte C. Dreher (Das Investment)

     

    Dienstag, 10. Februar 2009, 19.30 Uhr

    Nürnberg, Tagungshaus "eckstein", Burgstr. 1-3, Saal 1.01

    Marie-Monique Robin im Gespräch mit Sepp Daxenberger (Bündnis90/Die

    Grünen)

     

    Mittwoch, 11. Februar 2009, 20.15 Uhr

    Heidelberg, Deutsch-Amerikanischer Institut, Sofienstr. 12

     

    Donnerstag, 12. Februar 2009, 20 Uhr

    Freiburg, Universität, Belfortstraße 20

     

    Freitag, 13. Februar 2009, 19.30 Uhr

    Romrod (Vogelsberg) Bürgerhaus, Zellerstraße

    Marie-Monique Robin im Gespräch mit Peter Hamel (Zivilcourage Vogelsberg)

     

     

     

     

     

    Quelle: AHGZ Nr. 48. 29.11.2008, Seite 17

     

     

     

     

     
     
     
    Suche:
     

    Bauernmarkthalle

    Euronatur

    Zukunftsstiftung
     
    Impressum Admin-Login